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Dem Himmel so nah - Deutschlands erste barrierefreie Sternwarte

Dem Himmel so nah - Deutschlands erste barrierefreie Sternwarte

In Sankt Andreasberg entsteht die höchste Sternwarte Norddeutschlands und die erste barrierefreie Sternwarte Deutschlands. Das Projekt wird vom gemeinnützigen Verein Sternwarte Sankt Andreasberg e.V. getragen. Ziel ist es, allen Menschen den Himmel nahe zu bringen und Astronomiekenntnisse zu vermitteln. Mit Crowdfunding-Mitteln und Eigenkapital sollen zeitnah neue Beobachtungsmöglichkeiten für nicht-behinderte und behinderte Menschen auf dem Außengelände geschaffen werden.

Kategorie: Wissenschaft
Schlagwörter: Astronomie, Wissenschaftskommunikation, Barrierefreiheit, Sternwarte, MINT
Finanzierungszeitraum: 05.03.2014, 12:26 Uhr bis 17.05.2014, 23:59 Uhr

Worum geht es in dem Projekt?

Viele Menschen haben die Milchstraße noch nie bewusst gesehen und kennen Planeten wie Mars oder Saturn nur aus der Werbung. In Ballungsräumen können die Menschen wegen der zunehmenden Lichtverschmutzung den Nachthimmel heute kaum noch erleben. Der kleine Ort Sankt Andreasberg im Oberharz bietet dagegen ideale Voraussetzungen, um den Himmel bei Tag und Nacht zu beobachten:

- eine Höhenlage 710 m über NN,
- äußerst trübungsarme Luft und
- absolute Dunkelheit abseits der Ballungsgebiete - der Standort mitten im Nationalpark Harz und im Naturschutzgebiet zählt laut Bundesamt für Naturschutz zu den sechs dunkelsten Regionen in Deutschland.

Unter dem Motto „Dem Himmel so nah – Natur, Kultur und Wissenschaft barrierefrei erleben“ verwirklicht unser Sternwarten-Verein ein einmaliges Projekt: die Errichtung und den Betrieb der ersten vollständig barrierefreien Sternwarte Deutschlands. Sie bietet allen Menschen – behinderten wie nicht behinderten – die Möglichkeit, den Sternen- und Nachthimmel zu erleben und zu begreifen – und zwar mit allen Sinnen.

Mit Hilfe von Crowdfunding-Mitteln und Eigenkapital des Vereins wollen wir nun die Möglichkeiten zur Himmelsbeobachtung im Außenbereich des Sternwartengeländes erheblich verbessern. Hierfür planen wir die Errichtung von fünf fest in den Boden eingelassenen Teleskopsäulen mit jeweils eigener Stromversorgung, auf die in unterschiedlicher Höhe - und damit z.B. auch für Rollstuhlfahrer nutzbar - Teleskope montiert werden können. Da der Bau der Säulen eine barrierefreie Zuwegung und massive, erschütterungsfreie Fundamente erfordert, sind größere Aushub- und Baumaßnahmen zu finanzieren. Hierbei hoffen wir neben Spenden aus den Reihen unserer Mitglieder auch auf die finanzielle Unterstützung der Sciencestarter-Crowd.

Sollten wir die minimal benötigte Geldsumme bis zum Ende der Finanzierungsphase auf Sciencestarter - also bis Ende Mai - zusammenbekommen, werden wir die Baumaßnahmen innerhalb von etwa sechs Wochen umsetzen können. Spätestens zum 5. Sankt Andreasberger Teleskop-Treffen vom 21. bis 24. August 2014 soll alles fertiggestellt sein. Die Fortschritte bei den Baumaßnahmen, die Einweihung der barrierefreien Außenanlage und das Teleskoptreffen werden wir hier natürlich ausführlich in Bild und Video für das Projektblog bei Sciencestarter dokumentieren.

Was sind die Ziele und wer ist die Zielgruppe?

Mit der ersten barrierefreien Sternwarte Deutschlands will der Verein das Interesse an der Astronomie fördern und astronomische Grundkenntnisse vermitteln. Zudem wird die Anerkennung der Harzregion als „Dark Sky Park“ durch die International Dark Sky Association (IDA) angestrebt. Im Jahr 2011 wurde Sankt Andreasberg auf Antrag des Vereins bereits in die Liste der „StarParks“ der Starlight Initiative aufgenommen. Diese von der UNESCO unterstützte Initiative setzt sich weltweit dafür ein, ausgezeichnete astronomische Beobachtungsplätze bekannt zu machen.

Unsere wichtigsten Zielgruppen sind:

- Kinder und Jugendliche
- Menschen mit Behinderungen
- Landschulheime in unmittelbarer Umgebung
- Schüler und Schülerinnen (außerschulischer Lernort)
- Harztouristen, die sich für Astronomie begeistern lassen
- Amateurastronomen aus Niedersachsen und angrenzenden Bundesländern

Wir kooperieren mit dem Internationalen Haus Sonnenberg (IHS), dem Gymnasium Braunlage und weiteren Schulen und Institutionen aus unserer Region.

Warum sollte jemand dieses Projekt unterstützen?

Das Projekt ist in Deutschland einmalig, stößt aber derzeit bereits an die Grenzen dessen, was die Vereinsmitglieder ehrenamtlich und über Spenden leisten können. Die "Muskelhypothek" und die begrenzten finanziellen Eigenmittel reichen nicht aus, um etwa den Umbau des angemieteten Sternwartengebäudes, die Gestaltung der geplanten Außenanlage und die barrierefreie technische Ausstattung finanzieren zu können, die weit über eine Rampe und einen rollstuhlgerechten Lift hinausgeht.

Die geplante Sternwarte setzt nicht nur aufs Visuelle. Sie spricht alle Sinne an und berücksichtigt verschiedene Handicaps – Körperbehinderung, Lernbehinderung, geistige Behinderung, Seh- und Hörbehinderungen etc. So können beispielsweise Blinde und Menschen mit Sehbehinderungen das Universum mit Hilfe audiovisueller Medien wahrnehmen: akustisch, visuell mit und ohne Technik oder auch taktil, also mit Hilfe des Tastsinns an Modellen. Sie hören und fühlen, was am Himmel zu sehen ist: Sterne, Planeten, Nebel oder andere Himmelsphänomene können von einem „sprechenden Teleskop“ beschrieben oder an Modellen ertastet werden.

Der Umbau der Außenanlagen und die Einrichtung barrierefreier und technisch hochwertiger Teleskopsäulen ist ein weiterer, besonders wichtiger - und leider eben auch ganz besonders teurer - Schritt zur Erreichung dieses Ziels. Jeder per Crowdfunding eingenommene Euro ermöglicht es dem ehrenamtlich tätigen Sternwarten-Team, erforderliche Baumaßnahmen in Auftrag zu geben und Materialien anzukaufen - und damit astronomische Beobachtungsmöglichkeiten zu schaffen, die von allen Menschen - Kindern und Jugendlichen, Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten, interessierten Laien und Astro-Profis - gleichermaßen gut genutzt werden können.

Was passiert mit dem Geld bei erfolgreicher Finanzierung?

Für die Beobachtung im Außenbereich der Sternwarte sind umfangreiche Erd- und Baumaßnahmen erforderlich. Es entstehen fünf Säulen mit Stromanschluss, auf die in unterschiedlicher Höhe Teleskope montiert werden können – jeweils angepasst für Rollstuhlfahrer, große und kleine Menschen. Die Säulen erfordern barrierefreie Zuwegungen und massive erschütterungsfreie Fundamente.

Auf einer der Säulen wird ein Teleskop mit CCD-Kamera montiert, mit der Live-Bilder des Universums, z.B. von Sonne, Planeten, Galaxien oder Mondkratern mit PC und Beamer in den Veranstaltungsraum der Sternwarte projiziert und bis zu 30 Menschen gleichzeitig gezeigt werden können. Die Projektion erleichtert Menschen mit Sehbehinderungen den Blick ins Universum. Auf einer weiteren Säule soll zukünftig auch ein sprechendes Teleskop angebracht werden. Zudem wird eine Fläche von 8 m Durchmesser für den Aufbau eines der größten Spiegelteleskope in Niedersachsen geschaffen.

Für die minimal erforderlichen Bauarbeiten werden rund 5.000 Euro benötigt, von denen 1.500 Euro aus der Vereinskasse finanziert werden können. Über Crowdfunding hoffen wir, die noch fehlenden 3.500 Euro einnehmen zu können. Jeder Euro dieser Summe wird ausschließlich in die beschriebenen Baumaßnahmen investiert. Sollten mehr als 3.500 Euro zusammenkommen, wird auch jeder zusätzliche Euro in die Verwirklichung der barrierefreien, offenen und ehrenamtlich betriebenen Sternwarte in Sankt Andreasberg gesteckt - möglich wäre z.B. der Ankauf von Leih-Teleskopen für Besucher oder die Beauftragung handwerklicher Arbeiten (etwa zur weiteren Optimierung der Barrierefreiheit) in den Innenräumen der Sternwarte.

Wer steht hinter dem Projekt?

Das Projekt wird vom gemeinnützigen Verein Sternwarte St. Andreasberg e.V. initiiert, getragen und finanziert. Der Verein hat derzeit etwa 70 Mitglieder aus Niedersachsen und anderen Bundesländern, darunter z.B. Amateurastronomen, Spezialisten für Astro-Elektronik, Optik, Lichtverschmutzung und intelligente Lichttechnik sowie Lehrer, Ingenieure und Pensionsbetreiber.

Detaillierte Informationen über die Arbeit unseres Sternwarten-Vereins sowie seine Angebote für Kinder, Jugendliche und behinderte Menschen finden sich auf unserer Webseite unter: http://www.sternwarte-sankt-andreasberg.de

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4.500 € (+0 €) von 3.500 € finanziert 97 Fans 42 Unterstützer Projekt erfolgreich

Crowdfunding beendet

Die Dankeschöns können nicht mehr gebucht werden. Neuigkeiten zum Projekt findest du im Blog.

  • Postkarte: Harzer Nachthimmel

    Ab 10 Euro bekommen Unterstützer von uns eine exklusive Sternwarten-Postkarte mit einer Aufnahme der Milchstraße über Sankt Andreasberg zugeschickt.

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  • Andreasberger Sterntaler

    Ab 25 Euro bekommen Unterstützer von uns einen "Sankt Andreasberger Sterntaler" aus Metall portofrei nach Hause geliefert.

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  • Nennung auf Sternwarten-Seite

    Ab 30 Euro werden Unterstützerinnen und Unterstützer von uns namentlich auf der Webseite der Sternwarte als Sponsoren aufgeführt - und einen Andreasberger Sterntaler gibt es noch dazu!

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  • Exklusives Sternwarten-T-Shirt

    Ab 50 Euro bekommen Unterstützerinnen und Unterstützer von uns ein exklusives T-Shirt mit Sternwarten-Logo in Wunschgröße portofrei nach Hause geliefert (plus Sponsoreneintrag auf unserer Webseite).

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  • Geführte Sternenbeobachtung

    Ab 100 Euro laden wir Unterstützerinnen und Unterstützer zu einer persönlich geführten Sternenbeobachtung nach Sankt Andreasberg ein. Fahrt- und evtl. Übernachtungskosten werden dabei nicht übernommen (plus Sponsoreneintrag auf unserer Webseite).

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  • STATT-Teilnahme

    Ab 250 Euro erlassen wir Unterstützerinnen und Unterstützern den Teilnahmebeitrag für das Sankt Andreasberger Teleskop-Treffen 2014 und legen noch einen Sterntaler und ein Essen am STATT-Grillstand obendrauf (plus Sponsoreneintrag auf unserer Webseite).

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  • Namensgravierter Sponsorenstern

    Ab 500 Euro erhalten Unterstützerinnen und Unterstützer einen messinggravierten Stern mit ihrem (Wunsch-)Namen (Person, Familie, Unternehmen etc.), der im Eingangsbereich der Sternwarte aufgehängt wird (plus Sponsoreneintrag auf unserer Webseite).

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  • Wunschvortrag (nach Absprache)

    Unsere Referentinnen und Referenten haben eine Vielzahl von Vorträgen auf Lager. Ab einer Unterstützung von 600 Euro halten wir für Sie und Ihre Gäste einen Vortrag zu einem Thema Ihrer Wahl (Polarlichter, Teleskope, Lichtverschmutzung etc.) in der Sternwarte Sankt Andreasberg (bis zu 30 Personen) (plus Sponsoreneintrag auf unserer Webseite).

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  • Astrourlaub in Sankt Andreasberg

    Ab einer Unterstützung von 1.000 Euro laden wir Sie zu einem der nächsten Teleskop-Treffen (Ihrer Wahl) nach Sankt Andreasberg ein - inklusive zweier Übernachtungen im Internationalen Haus Sonnenberg (IHS), Halbpension, Teilnahmegebühren und jeder Menge Sternwarten-Merchandise... (plus Sponsoreneintrag auf unserer Webseite).

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Starter

Utz Schmidtko http://www.sternwarte-sankt-andreasberg.de

Förderschullehrer, begeisterter Amateurastronom und Vorsitzender des Vereins Sternwarte Sankt Andreasberg e.V.

Impressum

Sternwarte Sankt Andreasberg e.V.
Utz Schmidtko
Clausthaler Straße 11
37444 Sankt Andreasberg
Deutschland

Adresse für postalischen Kontakt:

Utz Schmidtko
Kleinburgwedeler Str. 20
30938 Burgwedel

Fragen zum Projekt beantwortet das Projektteam jederzeit gerne auf der Pinnwand, in der Kommentarspalte des Blogs sowie per E-Mail an schmidtko@sternwarte-sankt-andreasberg.de.

Spendenquittungen für Unterstützer stellen wir auf Wunsch und bei Angabe einer Adresse sehr gerne aus.

Team

Sternwarte Sankt Andreasberg

Intern. Haus Sonnenberg

Das Internationale Haus Sonnenberg (IHS) ist eine Tagungsstätte für internationale und außerschulische Bildungsarbeit in Sankt Andreasberg und Partner der Sternwarte Sankt Andreasberg. Die Sternwarte befindet sich auf dem IHS-Gelände (Foto: IHS).

Oberharz-Gymnasium BRL

Das in Braunlage gelegene Oberharz-Gymnasium ist einer von mehreren schulischen Bildungspartnern der Sternwarte Sankt Andreasberg.

Reiff-Förderpreis 2013

Die Sternwarte Sankt Andreasberg wurde mit dem 3. Platz beim Reiff-Förderpreis 2013 ausgezeichnet, der jährlich durch die Reiff-Stiftung zur Förderung der Amateur- und Schulastronomie vergeben wird.

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