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Updates

Neuigkeiten aus den Projektblogs der Starter. 

Camp 1 - Tag 1

Koordinaten: N66° 00' 40'', W38° 17' 46''

Wir sind die erste Etappe gelaufen: 8 km mit 590 Höhenmeter.
Wir sind müde, aber guter Dinge.

Übrigens für alle Nicht-Vermesser und Nicht-Geocacher: Die Koordinaten können kopiert werden und bei Google maps eingegeben werden. So kann der Track übers Eis verfolgt werden.

Start der Expedition

Heute werden wir um 12 Uhr grönländischen Zeit mit dem Boot zu unserem Startpunkt gebracht. Wir wollen dann noch die ersten 800 Höhenmeter aufsteigen. Dort wird, wenn alles klappt wie geplant, unser erstes Camp schon auf dem Inlandeis sein. Bis Donnerstag wollen wir die ersten 35 km hinter uns bringen. Für 3 Tage ein schaffbares Programm.
Die Aufregung ist noch groß. Wenn der Helikopter am Freitag das Netz mit unseren Schlitten vor uns ausklingt werden wir ruhiger, dann heißt es nur noch stur nach Nordwesten laufen.
Grüße vom schönsten Ort auf dieser Erde! (Oder einem der top ten ;-) )
Wilfried

Gürtelschnallen, Hölzer und Steine....Funde unter dem Galgen

Es gelingt immer häufiger, Teilbereiche der Hochgerichte archäologisch zu erfassen. Allerdings sind bisher erst zwei Richtplätze in Europa vollständig ausgegraben worden. Alkersleben (Thüringen), ein Richtplatz aus dem Mittelalter, ist von mir freigelegt und Luzern (Schweiz), eine Richtstätte aus dem 16.-19. Jh, ist von Manser et al ausgegraben worden. Das ist natürlich noch viel zu wenig Fund- und Befundmaterial, um z.B. statistische Aussagen zu treffen oder lokal begrenzte Besonderheiten heraus zu filtern. Trotzdem gelingt es auch bei „Angrabungen“ von Richtplätzen, zahlreiches Fundmaterial zu bergen.

Was finden wir neben den Skeletten? Zunächst wichtige Hinweise auf die Kleidung der Delinquenten. In den Quellen heißt es häufig, hingerichtet werde ohne Bekleidung oder im Armesünderhemd. Bisherige Funde weisen jedoch zahlreiche Trachtbestandteile wie Gürtelschnallen, Haken und Ösen und vor allem Privatbesitz wie Würfel, Münzen und Tonmurmeln auf.
Wir finden Pfostengruben, die Brennpfähle von Scheiterhaufen, Räderpfähle zur Ausstellung der Geräderten an ihrem Martergerüst oder vierkantige Pfosten von zwei-oder dreischläfrigen Galgen enthalten haben könnten. Der auf der Richtstätte Belzig im letzten Jahr von uns ausgegrabene Holzpfosten ließ sich dendrochronologisch datieren und fiel mit dem quellenkundlichen Erneuerungsdatum des Galgens zusammen. So konnten wir sichergehen, einen der drei Pfosten der dreischläfrigen Anlage erfasst zu haben.
Aber auch mächtige Steinfundamente, die runde oder drei- bis viereckige imposante Galgenanlagen getragen haben könnten, befinden sich noch zum Teil im Boden. So sind vor einigen Jahren in Bamberg halbrunde steinerne Fundamente zufällig von einem Baggerfahrer freigelegt worden. Der dortige Ausgräber reagierte rasch und konnte durch Kartenmaterial und historische Quellen den erstaunlichen Fund eines runden Schafotts belegen.

Abreisehektik

Liebe Unterstützer,
wir sind unterwegs und freuen uns auf die Zeit im Eis.
Leider haben wir nicht mehr alle Dankeschön verschickt. Es war einfach zu Wenig Zeit und zu viel Stress. Zu guter letzt ist mir auch noch der Hausrat abgebrannt. Alles ist in Ruß und Chaos versunken. Wir holen alle Verpflichtungen nach! Und eine Postkarte aus GL geht an alle Unterstützer.
Es gibt auch eine Presse Partnerschaft:
MAZ-online.de
Einfach nach Grönland suchen.
Herzliche Grüße aus Reikjavik
Wilfried

:

Es geht los!

Alles braucht so lange, wie man Zeit hat. ...oder etwas mehr.
In 2 Stunden sind wir eingecheckt und lassen den schwühlen Sommer endlich hinter uns.
Herzliche Grüße
Wilfried

FUNDING-NEWS (English Version)

Off we go into the space...
Yesterday we changed into our funding phase , we are optimistic that we´ll be successful on our second try. It depends on you, if we can actually carry our project on.
Help us on our path to the space platform, by sharing our project to others and employers. We´re pleased about every single donation; it doesn´t depend on the amount of the donation but of the amount of the donors.
Yours sincerely, the V3PO-Team

Was genau sind Hochgerichte, Rabensteine, Schafotte....

Die Hochgerichte des Mittelalters und der Neuzeit wurden meist an weithin sichtbaren Orten errichtet. So baute man an Wegkreuzungen, vor Stadtmauern, an Gemarkungsgrenzen und auf natürlichen oder künstlich angelegten Hügeln hölzerne und steinerne Gerüste, die die Blutgerichtsbarkeit demonstrieren sollten. Zeitgenössische Abbildungen zeigen noch heute Galgen und Räder bestückt mit den Körpern der Delinquenten. Insgesamt nennt man diese Ansammlung unterschiedlicher Martergerüste Hochgerichte. .
Aber auch unter der Bezeichnung Rabenstein oder Galgen sind sie in den Karten vermerkt.
Rabenstein kommt dabei von den häufig auf der Suche nach Nahrung Galgen und Räder umfliegenden Raben. Zum Teil werden die Raben aber auch als die schlechte schwarze Seele der Delinquenten gesehen, die keine Ruhe finden kann.
Liest man die Bezeichnung Schafott, handelt es sich meist um eine gemauerte viereckige oder runde Plattform, die oben mit Holzplanken bedeckt war. Dies wird in historischen Quellen ebenfalls manchmal als Rabenstein bezeichnet. Hier konnte man weit einsehbar Dekapitationen sitzend oder stehend vollziehen.

Häufiger Bestandteil der Strafe war ein Zurschaustellen der Körper nach der Hinrichtung. Von wenigen Tagen bis zu Jahren ist in den historischen Quellen zu lesen. Der Großteil der Hingerichteten wurde unter dem Galgen verscharrt. Ihre Körperlage lässt häufig schon bei der Freilegung den Rückschluss auf die Todesstrafe zu. So liegt z.B. bei Enthaupteten der Schädel, sofern nicht extra ausgestellt, häufig zwischen den Beinen; Ertränkte sind mit angezogenen Beinen und darunter liegenden, gefesselten Händen begraben. Einige der Gruben sind in Kopf- oder Brustbereich stark mit Steinen bedeckt. Dies lässt annehmen, dass man Angst vor Wiedergängern hatte. Die Steine sollten den Toten beschweren und so seine Wiederkehr verhindern. Doch auch Selbstmörder, Andersgläubige oder eines „schlimmen Todes“ Gestorbene wurden hier unter dem Hochgericht vergraben.

FUNDING-NEWS!

Auf geht´s ab geht´s ins All.
Wir haben gestern in die Finanzierungsphase gewechselt und sind guter Dinge, dass wir bei unserem zweiten Versuch erfolgreich sein werden. Ob wir unseren Versuch aber wirklich durchführen können hängt auch von euch Fans ab.
Helft uns auf die Raumstation, indem ihr auch anderen von uns berichtet, Firmen/Arbeitgeber darauf aufmerksam macht etc. Wir freuen uns über jeden Cent, denn es kommt nicht auf die Höhe der jeweiligen Spende an sondern auf die Anzahl der Spender! ;)
Euer V3PO-Team

Das Paket von BASF ist vor kurzem angekommen!

Wie ihr wisst haben wir während unseres Praktikums bei der BASF im Labor einen Versuch begonnen, wobei die Stecklinge den verschiedenen Temperaturen der Mission zur ISS ausgesetzt wurden. Vor ein paar Tagen kamen diese dann bei uns an der Schule an, leider konnten wir diesen Versuch nicht auswerten da die Stecklinge einem Pilz zum Opfer gefallen sind (siehe Bild). :(
Das heißt wir werden den Versuch selbstverständlich wiederholen und zusätzlich noch einen Versuch machen, wobei wir die Frage klären ob wir die Stecklinge nur mit einer Alkohollösung desinfizieren, so wie bei diesem fehlgeschlagenen Versuch, oder mit einer Fungizidlösung behandeln. Der Pilz wurde von Mykologen der BASF identifiziert und wir haben eine passende Kombination an Fungiziden von der BASF zur Hand. Schließlich soll uns so etwas nicht wieder passieren!!! ;)

Medikamente

Mit Unterstützung von Fr. Dr. K. Richter ist unser Medizindepot sinnvolll ergänzt und abgelaufene "Pillen" aussortiert. Nun noch in Tüten verpackt - auf die Pappboxen aus Platzgründen verzichtet, beschriftet und auf nach Grönland!

Wir dürfen auf's Eis

Es war in den letzten drei Wochen etwas ruhig im Blog, was mehrere Ursachen hatte: Einerseits ist die letzte Zeit vor dem Start immer extrem hektisch, nichts darf vergessen werden... Andererseits gibt's auch im normalen Leben nebenher viele "Ereignisse". An der Hochschule ist Prüfungszeit, mit entsprechend mehr Arbeit und dann hat es bei mir zu Haus auch noch gebrannt und den Haushalt in eine Rußwüste verwandelt. Super Timing meinten meine Kinder. :-)
Aber jetzt geht es los! Wir haben das Permit von den grönländischen Behörden (das klappt nicht immer so glatt). Die Kisten stehen in Tasiilaq. Die Rucksäcke sind gepackt.
In vier Tagen fliegen wir!
Herzliche Grüße an Alle und vielen Dank nochmals!
Wilfried

DANKESCHÖN | MANY THANKS

Liebe Spenderinnen und Spender,

vielen Dank für die finanzielle Unterstüzung meines Forschungsprojekts!! Ich bin unheimlich erleichtert und freue mich sehr über den erfolgreichen Abschluss des Crowdfunding Projekts, mit dessen Hilfe die Finanzierung der anstehenden Dolmetscherkosten nun gesichert ist.

Danke an dieser Stelle noch einmal an alle, die mich unterstützt haben!! Ich werde Euch und Sie über den weiteren Verlauf meiner Feldforschung auf dem Laufenden halten - in 3 Wochen geht es schon nach Kambodscha =)

Liebste Grüße, Anne
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Dear supporters,

thank you so much for your support!! The funding goal has been reached and I am excited that I will be able to finance the translator costs.

Many thanks to all of you who supported me!! I will keep you updated how my fieldwork goes - in three weeks time I will be already off to Cambodia =)

Best, Anne

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