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Updates

Neuigkeiten aus den Projektblogs der Starter. 

Beginn der Finanzierungsphase

Liebe Unterstützer,

seit gestern Nachmittag befindet sich "Autobiografie und Ekstase" in der Finanzierungsphase. Ab jetzt ist es möglich, dem Projekt finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen. Die Finanzierungsphase endet am 30.5 2016.

Wie dargestellt fließt das Geld in die Deckung des so genannten Druckkostenzuschusses, den der Promovend zur Drucklegung selbst beitragen muss. Fragen beantworte ich jederzeit und gebe auch gerne Hilfestellung, falls es beim Prozedere Unklarheiten geben sollte

Vielen Dank für all das Interesse und die Unterstützung!

Moritz Deecke

Ekstase und Psychiatrie

Der Begründer des Jesuitenordens, Ignatius von Loyola (1491-1556), schildert in seinem autobiografischen Bericht "Weg des Pilgers" folgende Episode: "… und es kam ihm große Tröstung und geistlicher Mut mit solcher Fröhlichkeit, daß er über jene Felder hin zu schreien und mit Gott zu sprechen begann." Den selbstkritischen Kulturwandel in der Psychiatrie der letzten Jahrzehnte mit eingerechnet: Was würde heute mit einem Ignatius geschehen, wenn er lachend und schreiend über die Felder, oder vielleicht durch die nächste Stadt läuft? Wie würde mit ihm verfahren? Welche produktiven Deutungsangebote gäbe es für ein solches Ereignis? Welche Auswirkungen hätte das Fehlen solcher für seinen weiteren Lebensverlauf?

In der Tat berichten ekstatisch veranlagte Menschen heute nicht mehr von ihrer Angst vor der Inquisition, sondern vor psychiatrischen Institutionen. Sebastian, dessen autobiografisches Interview in meiner Arbeit detailliert ausgewertet wurde, spricht ebenfalls von dieser "Angst, vernichtet zu werden" und berichtet von einer Freundin, der ihr erstes ekstatisches (und positives) Erlebnis einen traumatisierenden Psychiatrie-Aufenthalt beschert hat. In einem anderen kulturellen Umfeld hätte man ihr vielleicht gratuliert.

Doch wie soll man zwischen krankhafter Manie und veritabler Ekstase, zwischen depressiver Episode und "dunkler Nacht des Geistes" unterscheiden? Und wie findet man in der auf Normalität und Funktionieren abgestellten Gesellschaft überhaupt den Raum, um das Außergewöhnliche und Außernormale nicht als Bedrohung und Gefahr aufzufassen? Der Psychiater Christian Scharfetter, der lange in Zürich gelehrt und selbst viele Jahre Meditationserfahrung hat, hat den Begriff der "psycho-spirituellen Differentialdiagnose" vorgeschlagen, um zwischen krankhaften und transformativen Krisen zu unterscheiden. Die bio-psycho-soziale Medizin, bedürfe "nochmals einer Ergänzung um den transpersonalen Bereich, d.h. den Aufbruch der Bewußtseinsentwicklung über die Personhaftigkeit und die Egogebundenheit hinaus in einen überindividuellen Bewusstseinsraum.“

Wie der Psychologe Abraham Maslow schon erkannt hatte, steckt in "Gipfelerfahrungen" wie Ekstas ein heilsames und therapeutisches Potenzial. Dieses kann sich aber leicht ins Gegenteil verkehren, wenn die Erfahrung nicht richtig "aufgefangen", sondern vorschnell pathologisiert wird.

Abbildung: Über seine Patientin Madeleine schrieb der französische Nervenarzt Pierre Janet (1859-1947) seinen Klassiker "De l'angoisse à l'extase". Das Verständnis für das produktive Elemente dieser Vorgänge fehlte ihm vollständig.

Übergabe des Bildes "Crew Austromir" an die HTL Braunau

Am 22.4.2016 fand die Lange Nacht der Forschung statt. Ich war dazu in der HTL Braunau um dort in Vorträgen die Sternwarte Gaisberg und die astrometrische Arbeit zu präsentieren. Die HTL war aber auch einer der Hauptsponsoren des Crowdfundingprojektes. Die Gelegenheit habe ich dazu benutzt, um den Hauptpreis (Bild der Austromircrew mit Unterschriften und Bordstempel) zu übergeben. Der Herr links im Vordergrund ist der Direktor der HTL Braunau, Hans Blocher. Rechts daneben meine Wenigkeit bei der Übergabe. Der Herr Rechts Hinten ist mein ehemaliger Physiklehrer in der HTL, Erich Leutgöb.

Es geht los! Finanzierungsphase !!

Seit gestern nachmitag sind wir in der Finanzierungsphase!
Vielen Dank für Eure bisherige Unterstützung!

Nun geht es um die Finanzierung unseres Projektes. Wir benötigen nicht nur die hier beworbenen 3000€, sondern insgesamt die 11600€ zur Durchführung der Ausgrabung.

Wir hoffen, daß wir mit Eurer Hilfe möglichst viele Sponsoren und auch Spender für unser Vorhaben begeistern können.

Werbt weiter für uns!
Danke!

Video: Kabarettistin Lore Hock u Wolfgang Beyer besprechen Ausgrabung

Das Video ist da!!!

Die bekannte Waldaschaffer Mundart Kabarettistin Lore Hock und der 1. Vorsitzende des Vereins für Heimatpflege Wolfgang Beyer besprechen die geplante Ausgrabung. Dabei kommen viele Erinnerungen und Seitenblicke zum Vorschein.

Ich hoffe, ihr habt viel Spass damit!

Heinrich Seuses ekstatische Lebenswende

Der Dominikanermönch Heinrich Seuse wurde in seinem Leben von einer ganzen Reihe ekstatischer Erfahrungen heimgesucht. Seine Lebensbeschreibung, das „Exemplar“, enthält eine ganze Bandbreite verschieden starker Ekstasen und kann als erste Autobiografie des europäischen Mittelalters gelten. Für seine Persönlichkeits-entwicklung spielten diese Erlebnisse eine entscheidende Rolle. So verbrachte der asketisch veranlagte Seuse seine erste Lebenshälfte mit selbstzerstörerischen Läuterungsübungen: vom extremen Fasten, über die verschiedensten Formen der Geißelung bis hin zur Selbstverstümmelung - dem hoch motivierten Gottsucher war kein Preis zu hoch, seinem Ziel näher zu kommen. Doch eines Tages, wieder einmal im entrückten Zustand, fordert ihn eine „innere Stimme" auf, ans Fenster zu treten, um zu lernen. Was er dort sieht, wird sein ganzes weiteres Leben verändern:

„[D]a sah er einen Hund, der durch den Kreuzgang lief und ein verschlissenes Fußtuch im Mund trug und merkwürdige Dinge mit dem Fußtuch tat: er warf es hoch und nieder, und riß Löcher hinein. Da setzt er sich auf und seufzte innerlich, und in ihm wurde gesprochen: ,So wird es dir auch durch die Worte deiner Brüder ergehen.‘ Er dachte bei sich selbst: ,Wenn es nicht anders geht, ergebe dich darin und schau, wie sich das Fußtuch schweigend mißhandeln läßt, das tu auch du.’“

Das Fußtuch ist eine Anspielung auf die Dominikaner (domini canes - Hunde des Herrn). Während Seuse bisher selbst bestimmt hat, welche Prüfungen er wie und wann auf sich nehmen wollte, werden Art und Zeitpunkt jetzt vom Außen bestimmt. Der nun folgende „Untergang meiner Ehren" ist für ihn viel schwerer zu ertragen, als die körperlichen Bußübungen (und außerdem dazu tendieren, das Ego übermäßig anschwellen zu lassen). Der „autobiografische Moment“ teilt Seuses Leben in zwei Hälften: die erste, in der er sich als Anfänger auf dem geistigen Weg zwar bemüht aber noch sehr unreife Vorstellungen vom inneren Wachstum hat, und die zweite, in der er sich in der mystischen Lehre der „Gelassenheit“ zu vervollkommnen lernt.

Abbildung: Hund mit dem Fußtuch, Detail aus der Einsiedelner Handschrift, Codex 710(322), f. 77v

Das Medienecho auf unser Projekt steigt!

Wir freuen uns sehr über das bisher gesammelte Geld, jetzt geht es nochmal zum Endspurt! Um unser Projekt noch ein wenig bekannter zu machen, haben wir in der vergangenen Woche ein wenig die Pressetrommel gerührt - mit Erfolg! Gleich zwei Thüringer Medien haben uns eingeladen und über uns berichtet. Ein großes Danke deshalb an Stefan Kempf von Salve TV und Marie Baumann von Radio F.R.E.I (http://radiofrei.de/index.php?iid=7&ksubmit_show=Artikel&kartikel_id=5722)!

News!!!

Liebe V3PO-ler,
jetzt direkt nach unserem schriftlichen Abitur finden wir auch endlich mal wieder Zeit euch auf den neusten Stand der Dinge zu bringen.
Auf dem Landeswettbewerb von Jugend Forscht in Stuttgart haben wir doch tatsächlich den zweiten Platz gemacht, darüber haben wir uns sehr gefreut! ;)
Zudem wurde der Vertrag zwischen unserer Schule und Dreamup unterzeichnet. Somit haben wir jetzt die Zusicherung, dass unser Projekt noch im Jahr 2016 auf die ISS fliegen wird! :)

Was ist Ekstase überhaupt?

Ekstase ist ein Gang an die Grenzen. Ob man sie als Austritt der Seele aus dem Körper, als Vereinigung mit Gott (unio mystica) oder als völlige Selbstvergessenheit des Ichs definiert - immer bringt sie den Betroffenen zur Begegnung mit dem Unbekannten. In den Kulturwissenschaften wird Ekstase häufig schlicht als Transzendenzerfahrung bezeichnet. In meiner Arbeit unterscheide ich grundsätzlich zwei Formen von Ekstase: eine affektive, die mit Bewegung, Krise und Gemeinschaft assoziiert ist und eine kontemplative, die mit Unbeweglichkeit, Stille und Einsamkeit einhergeht. Im Fokus meiner Untersuchung standen hauptsächlich kontemplative Ekstasen.

In der Religions- und in den Kulturwissenschaften werden ekstatische Erfahrungen häufig auf soziale oder ökonomische Kategorien reduziert: Der Ekstatiker verhält sich so, weil er sich davon z.B. einen sozialen Aufstieg, Geschenke o.ä. verspricht. Die Ekstase selbst wäre dann im besten Fall eine irrelevante Begleiterscheinung, im schlimmsten Fall fingiert. Wenn dies auch gelegentlich der Fall sein mag, lässt sich Ekstase in ihren vielen Erscheinungsweisen durch diese Herangehensweise nicht erschöpfend beschreiben. Ähnlich wie ein Psychiater einem Psychotiker glauben muss, dass dieser "Stimmen" hört, kann auch der Religionswissenschaftler unter bestimmten Umständen von der Authentizität von Ekstaseberichten ausgehen. In meiner Arbeit habe ich ausschließlich Erzählungen untersucht, die ich als authentisch aufgefasst habe.

Er ist fertig!

Hallo an die Freunde und Unterstützer der Sternwarte!

Gestern habe ich die restliche Bestuhlung abgeholt und den Empfänger für die Meteoritenempfangsanlage getestet.
Somit ist der Vortragsraum in dieser Ausbaustufe einsatzbereit. Herzlichen Dank an Euch die ihr das Projekt ermöglicht habt!

51 Fans in 7 Tagen!!!

Vielen Dank für Euer reges Interesse und die tolle Unterstützung!
Bitte werbt kräftig weiter für uns, je mehr Fans, desto besser.

Damit haben wir die Startphase in Rekordzeit durchschritten. Dann gehen wir bald in die Finanzierungsphase.

Aktuell drehen wir noch das dafür nötige Video...
Da versprechen wir Euch eine unterhaltsame Überraschung!

Bleibt dran!
Unser Dank an alle!

Großes Interesse an Auftakt-Vortrag am 08. April 2016

Der Vortrag von Harald Rosmanitz MA. (ASP) „Die Burg in der Wahlmich und die hochmittelalterlichen Niederadelsburgen im westlichen Spessart“ am 08. April 2016 um 19:30 im Gasthof Krone in Waldschaff fand großes Interess in der Ortsbevölkerung. Rund 75 Zuhörer besuchten die Veranstaltung.

Nach der herzlichen Begrüssung durch den Vorsitzenden des Vereins für Heimatpflege Hr. Beyer, führte Hr. Rosmanitz durch seinen Vortrag.

Einführend skizierte Hr. Rosmanitz kenntnisreich eine Einbettung der Burg in der Wahlmich in die Geschichte und Burgenlandschaft des Vorspessarts. Für das Projekt im Waldaschaff detaillierte er Ziele und die wesentlichen Phasen der Grabungskampagne, sowie die zeitliche und inhaltliche Begleitung des Archäologischen Spessartprojektes. Er erläuterte den früher üblichen gewundenen Zugang zur Burg und wie dieser möglicherweise auf der Weilerburg angelegt war. Auch die wahrscheinliche Lage des Zentralbaus skizzierte er (siehe Foto). Entsprechend dieser Vorinformationen wurden die Grabungsschnitte festgelegt, die auch zwei Sondierungen des Burggrabens umfassen.

Neben den reinen Grabungstätigkeiten legte Hr. Rosmanitz abschliessend Wert auf die Verdeutlichung des Mottos "erforschen-bewahren-vermitteln-vermarkten". Die Einbindung der Orstbevölkerung liegt dem ASP sowie dem Verein für Heimatpflege sehr am Herzen. Dies wird möglich durch Grabungstätigkeiten als Helfer, durch Führungen von Schulklassen und Kindergartengruppen, geführten Besichtigungen von angemeldeten Gruppen von Interessenten, sowie einem Grabungsfest am 12. Juni 2016.

Die logistische Organisation wird durch Hr. Beyer und dem Verein für Heimatpflege gestemmt (alle Besucheranfragen, alle Helferdienste, alle Spenden), die fachliche Organisation, Planung und Betreuung wird durch Hr. Rosmanitz geleistet.

Die ausgegrabenen Burgen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und Erhaltungszuständen bilden eine hervoragende Grundlage für einen reizvollen zukünftigen Wanderweg durch den Vorspessart, eine Aufgabe, die der Spessartbund aufgreifen kann.

Hr. Beyer stellt zum Abschluss der sehr informativen Veranstaltung in Aussicht, dass das diesjährige Burgensymposium des ASP im November 2016 in Waldaschaff stattfinden wird (siehe Webpage des ASP http://www.spessartprojekt.de/?page_id=13239).

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