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Updates

Neuigkeiten aus den Projektblogs der Starter. 

Mark Benecke und der Tod durch den Strang

Werkstattgespräche mit Mark Benecke, Teil I: Erhängen.
https://www.youtube.com/watch?v=WwOfpBnGB0I

Geköpft und gehängt.... letzter Teil

Als Richtstätte mitten in der Stadt gelegen, unbebaut und weitestgehend erhalten ist der Fürstenwalder Galgenhügel ziemlich einzigartig. Die große begrünte Fläche lässt hoffen, innerhalb der Sondagen ungestörte Fundhorizonte aus dem Mittelalter und der Neuzeit anzutreffen. Die Suchschnitte ergaben Auffüllhorizonte der Moderne und tiefergehende ältere Schichten, die es während der Forschungsgrabung nachzuverfolgen gilt.
Die Lage an der alten Frankfurter Strasse machte den Berg sicher attraktiv, um hier bereits in der frühen Neuzeit einen Galgen zu errichten.

Für unser Wohl sorgt bereits jetzt schon die Wohnungswirtschaft Fürstenwalde, die uns Räume zur Geräte- und Fundaufbewahrung zur Verfügung stellt. Funde waschen, zeichnen und dokumentieren wird also auch bei Regen kein Problem sein. Dankeschön dafür!
Das Museum in Fürstenwalde steht uns auch mit Tat und Rat zur Seite, wofür wir sehr dankbar sind, lieber Herr Strohfeld!
Abschließend noch ein wirklich großes Dankeschön an meinen Kollegen Björn, der mich seit meiner ersten Galgengrabung begleitet und im Herbst diesmal (jBjörn: leider leider...) nicht dabei sein kann.
Und auch an Lara, die tapfer den ganzen Tag mitgegraben, mitgemessen und mitfotografiert hat.
Anbei noch ein paar Ansichten der Richtstätte, die heute eine Oase der Ruhe darstellt und der man die vergangene Geschichte zumindest oberirdisch nicht ansieht.

Geköpft und gehängt Teil III

Ausruhen musste auch sein ...(Bild 7), bevor wir den Fundplatz im Dickicht dokumentierten (Bild 8+9).
Bild 8 stammt nicht von uns, die Presse (B. Winkler/MOZ) war so freundlich, uns zusammen mit unserer fleißigen Schülerpraktikantin Lara zu fotografieren.

Geköpft und gehängt Teil II...

...nun, leicht zu interpretieren unser Fund? Vielleicht soviel: es kamen keine Töne mehr heraus.

Geköpft und gehängt auf dem Richtplatz...

...und unser erster Blick in den Boden.
Als mein Kollege Björn Böhme und ich heute in Fürstenwalde ankamen, wurden wir schon vom Museumsdirektor erwartet. Seinen unumschränkten Zugriff auf wunderbar alte Karten haben wir vor der Anlage der Vermessung auf dem Galgenberg noch einmal nutzen dürfen.

Zurück auf dem Richtplatz erschien uns das Gestern und Heute trotzdem nicht ganz stimmig, wie man unseren suchenden Gesten wohl ansieht (Bild 1).
Nachdem wir uns für die Lokalisation der Kreuzsonadage entschieden hatten, wurde eingemessen (Bild 2+3). Das große Metallkunstwerk im Bild 2 hinten rechts sorgt übrigends dafür, dass wir hier im oberen Bereich keine Geomagnetprospektion durchführen können, das Metall stört den Messbereich etwa 20m weit.
Aus diesem Grund legten wir kleinere Suchschnitte im Sondagenbereich an (Bild 4+5 folgt im nächsten Blog) und fanden dies (Bild 6).
...weiter im Folgeblog!


Erste Spatenstiche auf dem Galgenberg....

... archäologische Voruntersuchung am 29.06.2015.
Am Montag werden ein Kollege und ich auf den Galgenberg in Fürstenwalde fahren, um das Gelände noch einmal zu begutachten.
Ein großes Denkmal auf der Hügelkuppe macht mir Sorgen - möglicherweise wird eine Geomagnetuntersuchung durch das metallische Material unmöglich.

Aus diesem Grund werden heute Spaten, Kratzen und Vermessungsmaterial zusammengepackt. Wir werden wohl in den geplanten Sondagen kleinere Suchschnitte anlegen, um sicher zu sein, an der richtigen Stelle den Bodeneingriff vorzunehmen.

Das örtliche Museum steht uns dabei mit Schaufel und viel Interesse zu Seite, im Ort gibt es schon jetzt Hilfsangebote z.B. für die Unterstellung der Grabungssachen.
Darüber freue ich mich sehr.

Das zeigt mir auch, dass das Interesse an der Geschichte "vor der Haustür" in vielen Mitmenschen verwurzelt ist. Es ist ein Stück weit auch ihre eigenen Geschichte. Ihre Freilegung in der einen oder anderen Form mit zu verfolgen, dabei zu sein, bedeutet, sich der Vergangenheit zu öffnen. Sie zu verstehen und damit auch den eigenen Platz besser zu verstehen.

Es freut mich wirklich jedes Mal, wenn ich diese Bereitschaft zur Hilfe, zur Teilnahme spüre und erlebe.

So, dann gehe ich mal packen!
Herzlichst
Marita Genesis

Delinquenten hinter Plexiglas....

...oder: Justiz einmal anders?

Tatort: Tiefgarage am Hansaplatz in Erfurt
Tatzeit: irgendwann im Spätmittelalter/in der Neuzeit. Tatbeteiligte: Scharfrichter (mehrere Nennungen möglich) /Delinquenten
Tatgeschehen: mehrere Hinrichtungen, Verwesungsprozesse, Ausstellung von Leichenteilen

Wer nun bepackt mit Einkaufstüten, die müden Kleinkinder an der Hand, auf dem Hansaplatz in Erfurt in der dortigen Tiefgarage sein Auto aufsucht, kommt unweigerlich an einem Schaufenster auf der Treppe vorbei. Dahinter liegt ein Planum der Knochengrube, die 1999 dort auf der archäologischen Grabung auf dem ehemaligen Rabenstein der Stadt ausgegraben wurden.
Totenschädel und verrenkte Glieder, ein wenig Sand und die Tristesse eines Regentages - so blickt die Justiz einer längst vergangenen Zeit die Tiefgaragenbesucher an.

Hier liegen Menschen, die ihr Leben durch eine Hinrichtung verloren haben. Die Frage einer Schuld ist unerheblich. Sie starben durch Gewalt, darüber hinaus dazu verdammt, niemals Errettung im Paradies zu finden.
Verscharrt abseits ihrer christlichen Gemeinschaft, außerhalb eines Friedhofs wußten sie, sie würden nie die Ihren wiedersehen. Ihre Seele würde niemals Einzug in das Paradies halten. Am Tag des Jüngsten Gerichts würden ihre Seelen Luzifer gehören...eine der wohl höchsten Strafen in der christlichen Vorstellung.

Nun hat man sie freigelegt, Baumaßnahmen für die Tiefgarage machten dies notwendig.
Die Menschen, die vorüber eilen, nehmen keine Notiz von den Skeletten - bei den Kleinkindern kann man sagen: gut so.

Ich betrachte diesen Fund und denke an die Grenzen der Museologie....ich weiß aus dem anthropologischen Gutachten, dass hier 8 Männer und ein junges Mädchen liegen, unfreiwillig gestorben.

Und ich frage mich, ob dies wirklich der geeignete Ort, die passende Situation ist, um ihre Geschichte als Ausschnitt einer gut funktionierenden Strafgerichtsbarkeit der Stadt Erfurt zu zeigen.

Vielleicht sehen Sie es anders?

Anbei ein paar Bilder....

Mit nachdenklichen Grüßen für den Donnerstag
Marita Genesis

Nachtrag: Eine knappe Beschreibung am Rand gibt dem Besucher eine kurze Info über den Fund.

Verlängerung Laufzeit

Liebe UnterstützerInnen und Fans,

aufgrund administrativer Verzögerungen zu Beginn meiner Crowdfunding Initiative und den vielen Feiertagen im Mai/Juni werde ich einer Verlängerung meines Projekts um zwei Wochen beantragen. Nachdem am Freitag ein Artikel über meine Forschung (und mich) in der Münsteraner Tageszeitung erschienen ist, bin ich zuversichtlich, dass ich mithilfe dieser Verlängerung mein Funding Ziel erreichen kann.

Das heißt der Countdown läuft weiter :) Also spendet, teilt und erzählt euren Mitmenschen von meinem Projekt.

Vielen Dank!!
Anne

Auf nach Erfurt...

...unterwegs noch den einen oder anderen Galgenhügel besichtigt und am Montag geht es dann um den Erfurter und den Alkerslebener Richtplatz. Ich werde ein paar Fotos von dem skurillen Ausstellungstück der Erfurter Tiefgarage/dem ehemaligen Rabenstein mitbringen....

Vielleicht treffe ich jemanden vom Crowdfunding dort?

Schöne Grüße in den Sonntag
Marita Genesis

"Ihre Besten im Harz" - eure Stimme für die Sternwarte!

Der Harzer Tourismusverband (HTV) führt derzeit auf der Internetseite http://bestenimharz.harzinfo.de eine Umfrage zur Ermittlung der beliebtesten Urlaubsziele im Harz durch. In die Liste der 300 zur Auswahl stehenden Urlaubsziele wurde auch unsere Sternwarte aufgenommen – und da es natürlich großartig wäre, wenn Sankt Andreasberg nach Abschluss der Umfrage im Juli unter den Top 10 – oder wenigstens den Top 50 – der Harzer Urlaubsziele landen würde, bitten wir alle Sternenfreunde um ihre Stimme für die Sternwarte. Wie genau man sich an der Umfrage beteiligt, wird in diesem kurzen Artikel anhand einiger Bildschirmfotos gezeigt:

http://sternwarte-sankt-andreasberg.de/htv-umfrage-zu-urlaubszielen-im-harz-eure-stimme-fuer-die-sternwarte/

Beitrag zur Forschungsshow 2015 im Regionalfernsehen Harz

Unser Crowdfunding-Projekt "Silver Clips" ist auf besondere Art und Weise mit der Forschungsshow der Hochschule Harz verbunden - einem von Prof. Dr. Georg Westermann ins Leben gerufenen, frischen Format, in dessen Rahmen Forschung durch Science Slams, Elevator Pitches und Kurzvorträge erlebbar gemacht wird. Während der ersten Forschungsshow im Jahr 2013 wurde die Crowdfunding-Phase für die "Silver Clips" gestartet - im Rahmen der Forschungsshow 2015 Anfang Mai wurden nun erstmalig Ergebnisse aus unserem Projekt vor einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Das Regionalfernsehen Harz hat die Veranstaltung in einem sehenswerten Bericht begleitet, den wir hier im Projektblog gerne - und natürlich nur mit Genehmigung des Copyright-Inhabers - einstellen, auch wenn die "Silver Clips" selbst nicht gezeigt werden. Allein schon für den hochspannenden Einblick in die vielfältige Forschungslandschaft der Hochschule lohnt sich das Ansehen allemal.

@ Palmse Mõis

Geschaft! Oder sagen wir fast. Leider hatte ich nur einen etwas begrenzten Zeitrahmen in Palmse zur Verfügung und ein weiterer Besuch wird sicherlich nötig sein aber ich konnte schon viel in den knapp 2 Tagen in Palmse erreichen!

Am Donnerstag ging es mit dem Bus vom Busbahnhof in Tallinn los. Umstieg in Haljala. "Halejulia" dachte ich mich dort auch. Da steh ich für knapp eine halbe Stunde in einem winzigen Wartehäuschen in der Pampa und es regnet. Mittendrin ich und mein Equipment. Am Nachmittag bin ich recht herzlich in Palmse begrüßt worden und konnte auch relativ zügig beginnen. Ich durfte sogar am historischen Schreibtisch arbeiten und sitzen.

Die Karte hatte einige Überraschung für mich bereit. Erst durchdachte Methoden und Ideen haben nicht so ganz funktioniert und ich musste bei der Aufnahme etwas improvisieren. Einen Großteil der Karte konnte ich aber ablichten. Viel mehr Zeit gekostet hat die Zusammensetzung der Panoramabilder, auch wenn hier Photoshop herausragende Dienste leistet. Wie zu erwarten war, sitze ich nun auf GB von Bildmaterial und ersten bereits gerechneten Panoramen.

Wie schon gesagt, ein weiterer Besuch wird vermutlich unabdingbar sein. Um noch das ein oder andere Detail zu untersuchen.

Am Freitag Nachmittag durfte ich dann mit einer Reisegruppe zurück nach Tallinn fahren.

Besten Dank an alle Mitarbeiter die mich in Palmse unterstützt haben. Ganz besonders Julia und Eve, ohne euch und den guten Kaffee wäre die Arbeit nicht möglich gewesen!

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